90 Jahre Spanischer Bürgerkrieg

11. Sep 19:00 – 21:00
  • Vortrag/Diskussion
Saarbrücken
Nauwieser Straße 19
Saarbrücken 6111

Filmvorführung & Diskussion

Spanienkämpfer aus dem Saarland. Erster von links: Wilhelm Schmidt, Saarbrücken; Zweite Reihe Dritter von links: Willi Kunkel. Die Aufnahme wurde mit KI koloriert. Quelle: Stadtarchiv Völklingen/Sammlung Luitwin Bies.

Spanienkämpfer aus dem Saarland. Erster von links: Wilhelm Schmidt, Saarbrücken; Zweite Reihe Dritter von links: Willi Kunkel. Die Aufnahme wurde mit KI koloriert. Quelle: Stadtarchiv Völklingen/Sammlung Luitwin Bies.

Zwischen 1936 und 1939 kämpften etwa 250 Saarländer und Saarländerinnen auf Seiten der spanischen Republik gegen den Putsch des Militärs unter General Franco. Die meisten waren Bergleute oder Hüttenarbeiter und engagierten sich für die Volksabstimmung am 13. Januar 1935 gegen den Anschluss ihres Heimatlandes gegen Hitler-Deutschland. Viele fristeten als Exilanten in Frankreich ihr Dasein, als sie der weltweite Ausruf ereilte, Spanien vor dem Faschismus zu retten. So stellten sie sich in den Dienst internationaler Milizen, den Internationalen Brigaden des Sanitätsdienstes und der Unterstützungsverbände. Neben der Mehrheit der Kommunisten kämpfte eine große Zahl junger Sozialdemokraten für die spanische Demokratie, aber auch überzeugte Katholiken, aber auch parteilose Antifaschisten.
Schon wenige Wochen nach dem Putsch im Juli 1936 überschritten die Ersten die Grenze nach Spanien. In Relation zur Bevölkerungszahl, waren die Saarländer eine bedeutsame Gruppe. Ihr Kontingent war mit Nationen wie Irland oder Griechenland vergleichbar. 67 Saarländer überlebten den Krieg in Spanien nicht. Diejenigen, die keine Kugel traf, durchlebten nach der Niederlage der Spanischen Republik ein Martyrium. Zunächst galt es, die französischen Internierungslager zu überleben. Nach 1940 lieferten die französischen Behörden – falls es nicht gelang, unterzutauchen – viele an die Gestapo aus, von wo sie in deutsche Konzentrationslager kamen. Nach ihrer Heimkehr 1945 stießen sie bei der Bevölkerung auf Misstrauen und Ablehnung. Nach anfänglichen Entschädigungszahlungen, wurden Rentenansprüche aberkannt, während den faschistischen Freiwilligen der Legion Condor klaglos Entschädigungen und Rentenansprüche zugesprochen wurden.

Die Rosa Luxemburg Stiftung- Saar und die Peter Imandt Gesellschaft laden in Zusammenarbeit mit der VVN-BdA Saar zur Filmvorführung und anschließender Diskussion am
Freitag, den 11. September um 19 Uhr ins Kino Achteinhalb, Nauwieser Straße 19, 66111 Saarbrücken
ein.

Der Eintritt ist frei.

Conrad, VVN-BdA Saar