Nachdem vor vier Jahren mit auf Betreiben der LAGE ein Westwallweg in Kirkel ausgeschildert wurde, kam es nun zu der merkwürdigen Entscheidung, diesen Weg wieder „abzubeschildern“, ein in Deutschland in Bezug auf Westwallwege einmaliger Vorgang, der unsere Kritik und unseren Protest hervorruft. Wir fügen unten die Begründung bei, die die Stabsstelle für nachhaltige Entwicklung und Mobilität des Saarpfalz-Kreis am 23. Juli. 2026 in einer Mail dem Mitinitiator und engagierten Erinnerungsarbeiter, dem Vertreter des Pfälzer Waldvereins in der LAGE, Max Limbacher zugestellt hat. Die LAGE, die mit Dr. Frank Hirsch und meiner früheren Stellvertreterin Sabine Geith in der damaligen vorbereitenden AG für Konzeptionierung und Realisierung dieses Westwallweges mitgearbeitet hat, kritisiert diese Maßnahme deutlich und protestiert dagegen. Wir fordern die Rückgängigmachung dieser Entscheidung, die erneute Einsetzung einer Arbeitsgemeinschaft mit unterschiedlich verorteten Fachleuten und eine einheitliche Regelung für das ganze Saarland in Bezug auf den Umgang mit den Westwallrelikten wie in Rheinland-Pfalz. Unser Protestschreiben ging nicht nur an das Umwelt- und an das Wirtschaftsministerium des Saarlandes, sondern auch an das saarländische Ministerium für Bildung und Kultur, da wir meinen, dass erinnerungspolitische Aspekte stärker zu gewichten sind als haftungs- und unfallversicherungsrechtliche Fragen, die alle gelöst werden können, wenn nur genügend politischer Wille auf Landesebene vorhanden ist.
Frank-Matthias Hofmann, Sprecher
Der Brief an Ministerin Berg findet sich im Anhang der Meldung.



