Runder Tisch „Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm“: Planungen und Perspektiven
Am 26. Februar 2026 fand die erste Sitzung des Runden Tisches „Gedenkstätte Gestapo-Lager Neue Bremm“ in der Staatskanzlei Saarbrücken statt. Der Chef der Staatskanzlei David Lindemann hatte dazu Akteur:innen der Erinnerungsarbeit im Saarland sowie Vertreter:innen aus mit dem Thema befassten Vertreter:innen des Landtag des Saarlandes, der Landesministerien, des Regionalverbandes Saarbrücken sowie der Landeshaupstadt eingeladen. In seiner Begrüßung bekräftigte er das Ansinnen des Landes, gemeinsam in Gesprächen mit dem Eigentümer des Geländes, der Stadt Saarbrücken über eine nachhaltige Gestaltung der Gedenkstätte zu beraten. Als Idee wurde auch vorgetragen, dass es eventuell in Kooperation mit dem historischen Museum des Saarlandes am Schlossplatz ein Konzept geben könnte, das die Neue Bremm mit der Gestapo-Zelle im Schlosskeller verbinden könnte, um bereits einen gemeinsamen Träger dieser künftig anders aufzubauenden Gedenkstättenarbeit mit Stadt, Land und Regionalverband zu haben, ohne dass neue parallele Strukturen (z.B. in Form einer Stiftung) mühsam aufgebaut werden müssten. Dr. Peter Henkel, Direktor des Historischen Museum Saar signalisierte die Bereitschaft des Museums dazu. Es sollte aber nichts präjudiziert werden: Ideen zur künftigen nachhaltigen strukturellen Verankerung der neu aufzustellenden Erinnerungsarbeit in diesem Bereich können von interessierten Menschen und Gruppen bis kommenden Juli bei Lennart Lokstein, dem für das Thema bei der Staatskanzlei zuständigen Referatsleiter (l.lokstein(at)staatskanzlei.saarland.de) eingereicht werden. Der Sprecher:innenrat der LAGE wird sich zu gegebener Zeit dazu positionieren und eine Stellungnahme abgeben. Sinnvollerweise könnte dies mit anderen Akteur:innen vorher abgesprochen werden, damit bereits im Vorfeld akzeptable, auf Konsens abgestellte Vorschläge eingereicht werden können.
Gerne können Sie, liebe Mitglieder der LAGE, mir als Sprecher auch Ideen, Vorschläge und Gedanken dazu zusenden, die wir verarbeiten werden. Ich habe als Leiter des Evangelischen Büros Saarland beim Runden Tisch mich bei dem Chef der Staatskanzlei David Lindemann bedankt, dass der Vorschlag der Evangelischen Kirchen im Saarland zu diesem Runden Tisch aufgegriffen worden ist und die Sache an Fahrt aufnimmt. Zu Ihrer Information hängt das Protokoll eines Workshops vom 13. November 2023 an, in dem die mit der Gedenkstätte befassten Akteur:innen Perspektiven für die Vermittlungsarbeit vor Ort und einen dafür notwendigen sogenannten „Bildungspavillon“ verständigten.
Ich habe in Personalunion als Sprecher für die LAGE teilgenommen. Sie bringt Idee der Gründung eines Fördervereins ein. Am besten wäre es, wenn die bestehende „Initiative Neue Bremm“ in einen eingetragenen Verein umgewandelt würde, um so interessierten Bürger:innen eine Mitgliedschaft zu ermöglichen und damit eine breiter Basis für eine inhaltliche und finanzielle Beteiligung zu schaffen.
Frank Matthias Hofmann, Sprecher der LAG Erinnerungsarbeit im Saarland
