Gurs 1940

8. Apr
  • Erinnerungsarbeit
  • Kulturveranstaltung
  • Presseinformation

Ausstellungsstart 8. April

Das Foto zeigt die Ankunft von Frauen aus dem Lager Noé in Gurs an einem regnerischen Tag im März 1941. Quelle: Foto von Maurice Laügt, 4.3.1941, Mémorial de la Shoah, Coll. Maurice Laügt, Eva Laügt, MLXV 181

„Gurs 1940“ – eine überregionale Ausstellung über die Deportation von 6.500 Jüdinnen und Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saarland am 22. Oktober 1940 Ausstellungseröffnung auf Landesebene am 8. April 2021

 

Am 22. Oktober 1940 wurden 6.500 Jüdinnen und Juden aus Baden, der Pfalz und dem Saarland in das französische Internierungslager Gurs am Rand der Pyrenäen deportiert. Aus dem Saarland wurden an diesem Tag 134 Menschen verschleppt. Die Ausstellung „Gurs 1940“ dokumentiert dieses Ereignis und seine Hintergründe aus überregionaler Perspektive. Sie eröffnet am 8. April 2021, am Tag des  israelischen Nationalfeiertages und Gedenktages für die Opfer der Shoa „Jom haScho’a“, auf Landesebene und steht darüber hinaus allen Interessierten im Internet unter www.gurs1940.de zur Verfügung. Digitale Eröffnungen der Ausstellung finden am 8. April im Regionalverband Saarbrücken und im Landkreis St. Wendel statt.

Erstellt wurde die Ausstellung von der Berliner Bildungs- und Gedenkstätte „Haus der Wannsee-Konferenz“ im Auftrag der Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie der „Arbeitsgemeinschaft badischer Städte und des Bezirksverbands Pfalz zur Unterhaltung und Pflege des Deportiertenfriedhofs in Gurs“. Das Ausstellungsprojekt wird vom Auswärtigen Amt unterstützt und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.  

„Die Schicksale der in Gurs internierten Menschen berichten von Emigration und Deportation, vom Leben und Überleben, aber auch vom Tod. Die Geschichte des Lagers Gurs ist ein elementarer Bestandteil der Geschichte des NS-Regimes in unserem Bundesland. Die Ausstellung der Bildungs- und Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz ergänzt mit ihrem überregionalen Blickwinkel auf wertvolle Weise die vorhandenen Forschungsergebnisse und Vermittelungsangebote im Saarland, wie sie auf der Internetplattorm der Landeszentrale für politische Bildung www.gurs.saarland zusammengetragen werden“, unterstreicht die saarländische Ministerin für Bildung und Kultur des Saarlandes, Christine Streichert-Clivot, die gesellschaftspolitische und erinnerungspädagogische Bedeutung der Ausstellung „Gurs 1940“. 

Die Landeszentrale für politische Bildung des Saarlandes hat im Auftrag von Frau Ministerin Streichert-Clivot von der Ausstellung sechs Ausführungen im Fomat DIN A1 anfertigen lassen. Diese werden jeweils den fünf saarländischen Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken für den dauerhaften flexiblen Gebrauch kostenlos überlassen.

 Die digitale Eröffnung der Ausstellung „Gurs 1940“ im Regionalverband Saarbrücken findet am 8. April 2021 mit Videobotschaften der Ministerin für Bildung und Kultur des Saarlandes, Christine Streichert-Clivot, des Direktors des Regionalverbandes Saarbrücken, Peter Gillo, und der Direktorin der Volkshochschule des Regionalverbandes Saarbrücken, Dr. Carolin Lehberger sowie mit einer Videoeinführung durch den Kurator der Ausstellung,  Dr. Christoph Kreutzmüller. 

Anschließend ist die Ausstellung im Alten Rathaus am Saarbrücker Schlossplatz bis zum 14. Mai 2021 von Montag bis Freitag von 07:00 bis 21:00 Uhr zu sehen. Die Ausstellung begleitet ein umfangreiches Rahmenprogramm. Eröffnung und Rahmenprogrmm unter: https://www.vhs-saarbruecken.de/programm/gesellschaft/kurs/Ausstellungseroeffnung/nr/AJ1205/bereich/details/kat/350/?Fsize=0#inhalt.

 Die digitale Eröffnung am 8. April gestalten Videobotschaften der Ministerin für Bildng und Kultur, Christine Streichert-Clivot, des Landrats des Kreises St. Wendel, Udo Recktenwald sowie ein Vortrag des Historikers Dr. Dieter Wolfanger. Zudem erfolgt eine Videoaufzeichnung eines Konzertes des Musiker Jürgen Brill mit seiner Band in der Ausstellung. Die Videos sind ab dem 8. April verfügbar auf dem YouTube-Kanal des Landkreises: https://www.youtube.com/channel/UCF9sq51TlbaRMWx9ePIRzog  sowie auf der Facebook-Seite des Landkreises St. Wendel: https://de-de.facebook.com/Landkreis.StWendel

Anschließend ist die Ausstellung „Gurs 1940“ im Landkreis St. Wendel in der Evangelischen Stadtkirche St. Wendel, Beethovenstraße 1, vom 8. bis zum 25. April 2021 zu sehen. Telefonische Anmeldung erbeten: 0 68 51/25 00

Im Saarpfalz-Kreis ist die Ausstellung „Gurs 1940“ vom 8. April bis zum 16. Juli 2021 im Stadtarchiv Homburg, Kaiserstraße 41, zu sehen. Telefonische Anmeldung erbeten: 0 68 41/99 46 25

LpB Saarland, Sabine Graf