Gedenkfeier für die in der NS-Zeit ermordeten Sinti und Roma

2. Aug
  • Gedenkveranstaltung

Auf der Gedenkstätte des ehemaligen Gestapo-Lagers Neue Bremm fand in diesem Jahr erstmals eine Feier zu Gedenken an die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma statt.

Die Vorsitzende des Landesverbandes der Sinti und Roma im Saarland, Diana Bastian, warnte vor einer wachsenden Diskriminierung und Ausgrenzung von Sinti und Roma.

Der Saarbrücker Oberbürgermeister Uwe Conradt bezeichnete den Gedenktag als “Mahnung und Auftrag”. Die Gesellschaft müsse Rückgrat gegen Rassismus, Antiziganismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zeigen.

Landtagspräsident Stephan Toscani betonte, es sei wichtig, daß das Gedenken an die Sinti und Roma als Opfer des NS-Völkermordes selbstverständlicher Teil unserer Erinnerungskultur werde.

An der Gedenkfeier nahmen auch Gesundheitsministerin Monika Bachmann sowie Bildungsstaatssekretär Jan Benedyczuk teil.

In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 ermordete die SS rund 2.900 Sinti und Roma im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Dabei handelte es sich vor allem um Kinder, Frauen und Alte. Aus dem ehemaligen Gestapo-Lager Neue Bremm waren 24 saarländische Sinti und Roma in das Vernichtungslager deportiert worden.

Jellonnek