Bilder ausblenden  Bilder einblenden  Ausdrucken  Fenster schließen

Eintauchen im Beutelsbach

16. Nov – 18. Nov
  • Vortrag/Diskussion
Online-Veranstaltung

Games in der Erinnerungs-und Gedenkstättenarbeit

Aktionstage Netzpolitik & Demokratie 2022

Eintauchen im Beutelsbach
Games in der Erinnerungs- und Gedenkstättenarbeit

 

Games werden mittlerweile in der Vermittlungsarbeit in NS-Gedenkstätten und Dokumentationszentren eingesetzt. Ein Merkmal eines Spiels ist das Eintauchen in die digitale Welt. Jedoch gilt in der Gedenkstättenarbeit der 1976 gefasste „Beutelsbacher Konsens“. Dieser legt die Koordinaten für die Vermittlung in Gedenkstätten sowie in der schulischen und außerschulischen Bildung fest. Der Konsens fußt auf drei Säulen: Überwältigungsverbot, Kontroversitätsgebot, Partizipationsgebot. Das heißt, Besucher:innen und Schüler:innen dürfen nicht emotional überwältigt werden. Kontroverse Sachverhalte müssen auch kontrovers dargestellt werden. Denn statt vorgefertigter Meinungen und Gefühlslagen sollen Besucher:innen und Schüler:innen selbst sich eine Meinung bilden. Damit verbunden ist das Bekenntnis zur Teilhabe von Besucher:innen und Schüler:innen an den Prozessen des Lernens und Verstehens. Wie verhält sich dieses Verständnis von Erinnerungs- und Gedenkstättenarbeit zu digitalen Spielwelten, bei denen das Eintauchen, die Immersion ein wesentlicher Teil ist? Wie gestalten sich hierbei Entscheidungen und Teilhabe?

 

Darüber wollen wir in einer Online-Veranstaltung am 16.November von 18 bis 19.30 Uhr sprechen mit

  • Dr. Patrick Ruckdeschel, Universität der Bundeswehr. Der Medienpädagoge und Künstler war Mitgestalter des Games „Behind the Scene - Nuremberg 1934“.
  • Dr. Nico Nolden, Sozialpädagogisches Fortbildungszentrum der Stadt Hamburg . Der Historiker forscht unter anderem im Bereich Public History, Erinnerungskultur, digitale Spiele, Forschendes Lernen. Er ist Mitglied in dem von jungen Geschichtswissenschaftler:innen gegründeten AK Geschichtswissenschaft und Digitale Spiele. In seinem Blog „Keimling“ beschäftigt er sich mit Perspektiven von digitalen Spielen in Public History und Erinnerungskultur.
  • Martina Ruppert-Kelly, Leiterin der Pädagogischen der Gedenkstätte KZ Osthofen. Martina Ruppert-Kelly veröffentlicht neben ihrer Arbeit als Vermittlerin und Pädagogin über die Aktualität des Beutelsbacher Konsenses in der zeitgemäßen Gedenkstättenarbeit.
  •  Moderation: Nora Hespers

 

 

Lpb Saarland

Bilder ausblenden  Bilder einblenden  Ausdrucken  Fenster schließen