„Der brutale Bürckel“ und seine Rolle bei der Deportation der saarpfälzischen Juden und der Franzosen aus Lothringen- Dr. Walter Rummel,Landesarchiv Speyer

5. Mär 18:00 – 21:00
  • Vortrag/Diskussion
Landtag des Saarlandes und LAG Erinnerungsarbeit
Franz-Josef-Röder-Straße 7
Landtag 66117 Saarbrücken

„Ein brutaler wie Bürckel“ – mit diesen Worten hat Hitler selbst den aus der Pfalz stammenden, aber auch das Saargebiet mitregierenden Gauleiter Josef Bürckel gelobt...

„Ein brutaler wie Bürckel“ – mit diesen Worten hat Hitler selbst den aus der Pfalz stammenden, aber auch das Saargebiet mitregierenden Gauleiter Josef Bürckel gelobt. So hätte sich Bürckel nach dem Krieg für eine ganze Reihe verbrecherischer Handlungen verantworten müssen, wäre er nicht bereits am 28. September 1944 verstorben. Die große Nachfrage nach den Beiträgen von zwei Vortragsveranstaltungen, die dieser schillernden Person gewidmet sind, zeigt, dass die breite Öffentlichkeit noch immer viel zu wenig Kenntnisse von dessen Rolle in Hitlers „Drittem Reich“ hat. Drei Maßnahmen, die seit damals mit Bürckels Namen verbunden werden müssen, sollen im Mittelpunkt des Vortrags stehen: Die Deportation der Juden aus der Pfalz und dem Saargebiet im Oktober 1940, die Vertreibung von bis zu hunderttausend Franzosen aus dem besetzten Lothringen in den Jahren 1940-1943 und eine Strafaktion gegen deutsche Frauen in Bexbach, weil diese freundschaftliche Beziehungen zu französischen Kriegsgefangenen unterhalten haben sollen.

 

Hofmann