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Tagesfahrt nach Verdun

Die Führung durch das Museum und die Gedenkstätte dauert ca. drei Stunden. Dazu stehen uns erfahrene Referierende zur Verfügung, welche die Gruppe auch auf der Hin- und Rückfahrt begleiten.

Ein Ort der Erinnerung

Auch über 100 Jahre nach den Kämpfen von Verdun sieht man der Landschaft noch immer die grausamen Auseinandersetzungen jener Zeit an. Längst hat die Natur die ehemaligen Gefechtsstätten überwuchert, doch die Spuren der monatelangen Kampfhandlungen sind auch heute noch überall unübersehbar. Die Schauplätze der Kämpfe zeugen von den Schrecken des Ersten Weltkrieges.

Was vom Krieg übrig bleibt, ist eine vernarbte Landschaft, unter der sich die Wüste des Niemandslandes nur noch erahnen lässt. Unzählige Granattrichter und Gräben überziehen auch heute noch das Land. Moosbewachsene Ruinen und Trümmer, rostiger Stacheldraht, zerborstener Beton und unzählige Bunkerbauten säumen die Schlachtfeldzone vor Verdun. Durch das monatelange Artilleriefeuer sind ganze Dörfer ausgelöscht, Kirchen weggesprengt und Straßenzüge eingeebnet worden.

Auch wenn die Generation der Frontkämpfer inzwischen nicht mehr lebt, ist Frankreich bemüht, das Andenken an die blutige und sinnlose Schlacht von Verdun aufrechtzuerhalten. Zerborstene Geschütztürme, eingefallene Forts, zerschossene Bunkeranlagen und Batteriestellungen, Tausende von Granattrichtern, rostige Stacheldrahtreste und kilometerlange Schützengräben sind stumme Zeitzeugen, die nicht beseitigt werden sollen.

Ein Ort der Verzweiflung

Die Rote Zone

Die “Nationale Gesellschaft zum Andenken an die Schlacht von Verdun” pflegt die Erinnerung an das große Blutvergießen im Ersten Weltkrieg. Weite Teile der Schlachtfelder sind in französischem Staatsbesitz und zur so genannten “zone rouge”, zur “roten Zone” erklärt worden. Die “rote Zone” hat den Charakter einer Gedenkstätte, hier darf keine Landwirtschaft betrieben und nicht gebaut werden. Ziel ist es, die Landstriche weitgehend unverändert zu lassen. Einerseits soll dadurch den Toten und Vermissten Respekt gezollt werden.

Denn die Schlachtfelder von Verdun sind ein riesiges Grab, auf dem viele Tausende französischer und deutscher Soldaten nicht einmal mehr identifiziert werden konnten. Andererseits war das Terrain der Front nach dem Ersten Weltkrieg buchstäblich tot und glich einem Sondermülldepot: Metertief war der Boden umgepflügt, verbrannt und vergiftet worden. Millionen von Granaten hatten sich in die Erde gebohrt, Sprengstoff und Gasmunition die Erde verseucht. Überall lagen Utensilien und Gegenstände des Frontalltags herum, dazwischen verwesten die Leichen der Gefallenen.

„Ohne Unterlass gehen großkalibrige Sprengkörper auf alles sichtbare Gelände nieder, in den wildesten Momenten können bis zu 10 Explosionen pro Sekunde gezählt werden, manchmal ist es etwas weniger, aber oftmals dauert es 12 Stunden ohne eine Sekunde Pause. Der Boden bebt, äußerlich und innerlich zittert alles.“ (Colonel Roman, 358. Infanterieregiment, zitiert durch J. Pericard.)

Die vom Vorstoß zur Front schon aufgeriebenen Truppeneinheiten, die in die Hölle dieses Geschoßregens gerieten wurden von dem Artilleriefeuer geradezu zerfetzt. Ihre Überreste wurden mit Erde vermengt in großen Brocken umhergeschleudert. Vor der Befestigungsanlage und dem Bauerngut Thiaumont büßten manche Einheiten über drei Viertel ihres Potentials ein. Die Anzahl der Gefallenen, Schwerverletzten und Vermissten war unübersehbar.

„Soweit man sieht ist alles verbrannt, zermalmt, durchwühlt, alles liegt durcheinander: Erde, Steine, Trümmer und Leichen“ (ibid.)

Dort wo die Schützengräben vom Artilleriefeuer eingeebnet wurden, wo die Verbindungsgräben verschüttet und die leichten Verschanzungen zerstört waren, bleiben den Soldaten zu Ihrem Schutz nur noch die Einschlaglöcher. Sie waren vom Hinterland völlig abgeschnitten und konnten nicht mehr versorgt werden. So kauerten die Landser oft tagelang im Gestank der verwesenden Gefallenen „von der Kälte erstarrt und in sich zusammengesunken“ (Thellier de Poncheville). Ihre einzige Verbindungsmöglichkeit war die Entsendung eines Läufers, und ihre Weisung lautete: „Standhalten“

Heute noch birgt die Erde dieses Teils der Maasregion unter den Trümmern der Befestigung Thiaumont die Überreste zahlloser vermisster Soldaten. In diesem abgeschirmten Gebiet hallt noch heute jedes Einschlagloch, jeder Kraterrand, jede Bodensenkung vom Flüstern und von den Schreien dieser Frontkämpfer wider, „die am Kalvarienberg Verdun tausendfach gekreuzigt wurden“ (G. Canin).

Quelle: planet-wissen.de

Termine: nach Absprache

Abfahrt und Rückkehr nach Vereinbarung!

Kosten: nach Vereinbarung (abhängig von Teilehmendenzahl)

Leitung: Axel Brück

Leistung: Hin- und Rückfahrt im Reisebus, Führung und Eintritt

Ansprechpartner: Rainer Trappmann

 

Kontakt über Axel Brück: 01622557096 oder über die aej saar (www.aej-saar.de)

Zielgruppen

  • Jugendliche (14 - 17 Jahre)
  • Junge Erwachsene (18-27 Jahre)
  • Erwachsene
  • Lehrer_innen

Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Jugend (aej saar)

Die aej saar bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen Vertretung in politischen und kirchlichen Gremien, Juleica-Kurse, interkulturelle Bildung, Gedenkstättenpädagogik, Kreativseminare, Medienpädagogik und Orientierung in Glaubensfragen.

 

Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend an der Saar (AEJ-Saar) ist beim Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport, in Saarbrücken als Träger der freien Jugendhilfe registriert.


Anschrift

    Waldstraße 50
    66113 Saarbrücken


Angebotsformen

  •  Vorträge
  •  Seminare/Workshops
  •  Zeitzeugen


 Erinnerungsarbeit   Jugendarbeit   Religionsgemeinschaft 

redaktionell verantwortlich: Kopmeier (wkopmeier)


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