Seminar "Antisemitismus und „faschistische“ Ästhetik in Nazifilmen und Propaganda" - mit Uschi Schmidt-Lenhard und Rebecca Pfabel

„Propaganda ist kein Selbstzweck, sondern ein Mittel zum Zweck. Wenn das Mittel das Ziel erreicht, dann ist das Mittel gut... Das neue Ministerium hat kein anderes Ziel als die Vereinigung der Nation hinter dem Ideal der nationalen Revolution.“ - Josef Goebbels. Nach Walter Benjamin politisierten die Nazis Kunst und ästhetisierten Politik. Auf der theoretischen Grundlage von Walter Benjamin, Theodor W. Adorno oder Max Horkheimer und Susan Sontag werden wir die Merkmale dessen, was man als die sogenannte „faschistische“ Ästhetik bezeichnen kann, an Beispielen aus der Filmsprache erläutern. Betrachtet werden Ausschnitte u.a. aus Veit Harlans „Jud Süß“ sowie Leni Riefenstahls „Triumph des Willens“ und „Olympia“. Ob und wie diese nationalsozialistische Ästhetik, allerdings in aufklärerischer, der Affirmation also entgegengesetzten Weise, filmsprachlich wieder aufgegriffen wird, möchten wir an Beispielen aus Staudte-Filmen („Die Mörder sind unter uns“, „Der Untertan“ oder „Rosen für den Staatsanwalt“) diskutieren. In einem Ausblick auf unsere gegenwärtige Filmrezeption werden wir darüber nachdenken, ob und wie Staudtes Postulat der politischen Verantwortungsübernahme eines Filmemachers aktuell ist. Wer sich nur unterhalten will, zeigt, dass er einverstanden ist…

 

Inhalte:

• Gegenüberstellung Ästhetik in Nazi-Filmen und Vergangenheitsbewältigung in Nachkriegsfilmen

• Auseinandersetzung mit Adornos und Horkheimers Begriff der „Kulturindustrie“

• Wie Wolfang Staudte mit und in seinen Filmen das Schweigen bricht

 

Datum: 10.10.2020, 09:00 – 16:30 Uhr

Bitte beachten Sie unsere Hygienebestimmungen: www.stiftung-demokratie-saarland.de/hygienekonzept-der-sds/

Zudem möchten wir Sie darauf hinweisen, dass eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung obligatorisch ist!

Infos und Anmeldung: www.stiftung-demokratie-saarland.de/seminare/detail/antisemitismus-und-faschistische-aesthetik-in-nazifilmen-und-propaganda/

 

Zielgruppen

  • Jugendliche (14 - 17 Jahre)
  • Junge Erwachsene (18-27 Jahre)
  • Erwachsene
  • Lehrer_innen
  • Pädagogische Fachkräfte
  • Akteur_innen Erinnerungsarbeit

Stiftung Demokratie Saarland

Wir sind eine gemeinnützige Einrichtung der politischen Erwachsenenbildung, die für Menschen aus allen Lebensbereichen bildungspolitisch tätig ist. Wir möchten mit unserer Arbeit demokratische Ideen in die Gesellschaft tragen, Menschen für die Bedeutung demokratischer Werte sensibilisieren, Orientierung bieten in einer zusehends komplizierter werdenden, digitalisierten Welt. Zudem vermitteln wir Tipps und Tricks für gesellschaftliches Engagement, bringen Menschen zusammen, versuchen Diskussionen anzustoßen und eine Brücke zwischen künstlerischer Form und inhaltlicher Botschaft zu schlagen. Mit unseren historisch-politischen Exkursionen (KZ Natzweiler, Schlachtfeld von Verdun, "KZ Hinzert", "Auf den Spuren des NS in Saarbrücken", aber auch mit der Fahrt zum Bergbaugelände Wendel) möchten wir junge Menschen für Geschichte sensibilisieren und ihnen die Bedeutung für das Heute aufzeigen. Die verschiedenen Veranstaltungsformate verstehen wir als Elemente lebendiger Demokratie.


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