Exkursion: "Auf den Spuren der Naziherrschaft in Saarbrücken"

An verschiedenen historischen Schauplätzen (vom heutigen Staats- und damaligen Gautheater bis hin zum ehemaligen Gestapo-Gefängnis auf der Neuen Bremm), wird den Erinnerungen jüdischer Saarländer/innen nachgespürt. Dabei wird gezeigt, wie die Mehrheit der Saargebietsbewohner sich freudig Hitlers Herrschaft unterstellte, und wie dies schon vor der Rückgliederung 1935 Schüler/innen und Lehrer/innen zu Übergriffen gegen jüdische Kinder veranlasste. Auf dem alten Friedhof St. Johann wird am Grab Willi Grafs der Widerstand gewürdigt und an den unweit davon entfernt gelegenen Zwangsarbeitergräbern steht Hermann Röchling im Zentrum, dessen Rolle es im völkermörderischen Vernichtungskrieg zu erörtern und zu diskutieren gilt. Beim ehemaligen Gestapo-Lager Neue Bremm wird die Entwicklung gewöhnlicher Menschen zu Folterern und Mördern thematisiert. Zugleich wird aber auch an jene erinnert, die sich entzogen. Am Ort der früheren Synagoge und auf dem Schlossplatz werden die Verfolgung und Ermordung jüdischer Saarländer erläutert. Auf dem Weg durch Saarbrücken – das selbst zum Mahnmal avanciert – entsteht ein dichtes Bild der Gesellschaft unter Hitlers Herrschaft, der Verführungskraft autoritärer und aggressiver Politik und der gesellschaftlich erzeugten Anpassungsbereitschaft der Menschen.

Schriftliche Anmeldung über die Homepage der Stiftung Demokratie Saarland erforderlich.

Zielgruppen

  • Jugendliche (14 - 17 Jahre)
  • Junge Erwachsene (18-27 Jahre)
  • Erwachsene
  • Lehrer_innen
  • Akteur_innen Erinnerungsarbeit

Stiftung Demokratie Saarland

Wir sind eine gemeinnützige Einrichtung der politischen Erwachsenenbildung, die für Menschen aus allen Lebensbereichen bildungspolitisch tätig ist. Wir möchten mit unserer Arbeit demokratische Ideen in die Gesellschaft tragen, Menschen für die Bedeutung demokratischer Werte sensibilisieren, Orientierung bieten in einer zusehends komplizierter werdenden, digitalisierten Welt. Zudem vermitteln wir Tipps und Tricks für gesellschaftliches Engagement, bringen Menschen zusammen, versuchen Diskussionen anzustoßen und eine Brücke zwischen künstlerischer Form und inhaltlicher Botschaft zu schlagen. Mit unseren historisch-politischen Exkursionen (KZ Natzweiler, Schlachtfeld von Verdun, "KZ Hinzert", "Auf den Spuren des NS in Saarbrücken", aber auch mit der Fahrt zum Bergbaugelände Wendel) möchten wir junge Menschen für Geschichte sensibilisieren und ihnen die Bedeutung für das Heute aufzeigen. Die verschiedenen Veranstaltungsformate verstehen wir als Elemente lebendiger Demokratie.


Anschrift

    Europaallee 18
    66113 Saarbrücken


Angebotsformen

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  •  Seminare/Workshops
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 Erwachsenenbildung 

redaktionell verantwortlich: Paul (vpaul)


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