Ausstellung: Marlene Dietrich. Die Diva. Ihre Haltung. Und die Nazis


Marlene Dietrich (1901-1992) war der erste deutsche Weltstar. Wer kennt sie nicht als Lola Lola aus dem Filmklassiker "Der blaue Engel" oder hat nicht schon einmal "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" gehört? Bis heute verbinden sich mit ihr viele schillernde Bilder und partiell sehr gegensätzliche Vorstellungen: Sexsymbol und Mutter, Schauspielerin und Sängerin, Ehefrau und Geliebte, Kunstfigur und Stilikone, Weltstar und Diva.

 

Einen weniger beachteten Bereich ihres Lebens thematisiert die von der Gedenkhalle Oberhausen realisierte und von der Marlene Dietrich Collection Berlin unterstützte Wanderausstellung: Marlene Dietrichs entschiedene Haltung gegenüber den Nationalsozialisten und ihr angespanntes Verhältnis zu Deutschland nach 1945. Und so mied sie ihre Heimat, ließ sich auf keine Zusammenarbeit mit den Nazis ein und unterstützte stattdessen deutsche Emigranten. 1939 wurde sie aus Überzeugung US-amerikanische Staatsbürgerin. Seit 1942 warb sie Kriegsanleihen für die USA ein, 1944 ging sie für die US-amerikanische Truppenbetreuung nach Europa, was ihr noch 1960 bei ihrer Deutschland-Tournee von Teilen der Öffentlichkeit vorgeworfen wurde. Aus diesem Grund kehrte Marlene Dietrich später nur noch selten in ihre Heimat zurück. Mitte der 1980er Jahre nahm die Diva Kontakt mit Beate und Serge Klarsfeld auf, deren Leistungen als "Nazi-Jäger" sie sehr bewunderte.

 

Die Ausstellung folgt dem Lebensweg Marlene Dietrichs von Deutschland in die USA, zu den Schauplätzen des Zweiten Weltkriegs bis zurück in Nachkriegsdeutschland und weiter nach Polen, Israel und schließlich Paris, wo sie 1992 starb. Anhand zahlreicher Dokumente, Fotografien und unbekannter Filmsequenzen wird nachgezeichnet, für welche Haltung diese auf vielfältige Weise faszinierende Frau stand. Über 60 Lebensjahre lässt sich ein roter Faden spannen, dem in dieser Ausführlichkeit bislang noch nicht nachgegangen wurde.

 

Die Wanderausstellung der Gedenkhalle Oberhausen befindet sich vom 06. November 2020 bis zum 27. Januar 2021 in der Politischen Akademie.

Die Ausstellungseröffnung findet am Donnerstag, den 05. November 2020, im Rahmen der Veranstaltung "Klare Haltung über Jahrzehnte - Beate Klarsfelds Erfahrungen mit Marlene Dietrich" statt. Weitere Informationen zu diesem Event finden Sie hier: www.stiftung-demokratie-saarland.de/vortraege/vortrag/klare-haltung-ueber-jahrzehnte/

Bitte beachten Sie unsere Hygienebestimmungen: www.stiftung-demokratie-saarland.de/hygienekonzept-der-sds/

Mehr Informationen zur Ausstellungen finden Sie auf unserer Homepage: www.stiftung-demokratie-saarland.de/ausstellungen/aktuelle-ausstellungen/vorschau/marlene-dietrich-die-diva-ihre-haltung-und-die-nazis/

Zielgruppen

  • Jugendliche (14 - 17 Jahre)
  • Junge Erwachsene (18-27 Jahre)
  • Erwachsene
  • Lehrer_innen
  • Pädagogische Fachkräfte
  • Akteur_innen Erinnerungsarbeit

Stiftung Demokratie Saarland

Wir sind eine gemeinnützige Einrichtung der politischen Erwachsenenbildung, die für Menschen aus allen Lebensbereichen bildungspolitisch tätig ist. Wir möchten mit unserer Arbeit demokratische Ideen in die Gesellschaft tragen, Menschen für die Bedeutung demokratischer Werte sensibilisieren, Orientierung bieten in einer zusehends komplizierter werdenden, digitalisierten Welt. Zudem vermitteln wir Tipps und Tricks für gesellschaftliches Engagement, bringen Menschen zusammen, versuchen Diskussionen anzustoßen und eine Brücke zwischen künstlerischer Form und inhaltlicher Botschaft zu schlagen. Mit unseren historisch-politischen Exkursionen (KZ Natzweiler, Schlachtfeld von Verdun, "KZ Hinzert", "Auf den Spuren des NS in Saarbrücken", aber auch mit der Fahrt zum Bergbaugelände Wendel) möchten wir junge Menschen für Geschichte sensibilisieren und ihnen die Bedeutung für das Heute aufzeigen. Die verschiedenen Veranstaltungsformate verstehen wir als Elemente lebendiger Demokratie.


Anschrift

    Europaallee 18
    66113 Saarbrücken


Angebotsformen

  •  Vorträge
  •  Lesungen
  •  Seminare/Workshops
  •  Ausstellungen
  •  Führungen
  •  Drucksachen (Broschüren, Bücher, Zeitschriften etc.)
  •  Digitale Medien (Filme, Audios, Apps etc.)


 Erwachsenenbildung 

redaktionell verantwortlich: Paul (vpaul)


« Zurück